Mein neues Buch

Mein neues Buch

Mein neues Buch ist erschienen. So was ist immer aufregend. Diesmal besonders. Weil es sicher viele Reaktionen auf den Titel geben wird. „Yoga ist ein Arschloch. Warum es uns trotzdem guttut.“ Hups, darf man das? So ein böses Wort verwenden, wenn es um Yoga geht? Die Frage, warum Yoga manchmal ein Arschloch ist, wird im Buch geklärt. Ich wäre schön blöd, wenn ich das hier schon verraten würde. Darf man das Wort aber überhaupt benutzen und dann auch noch im Zusammenhang mit Yoga?

Ja, Arschloch ist kein schönes Wort, aber ich meine es gar nicht so böse. Ich übertreibe ein bisschen. Ich mag Yoga sehr, sogar ziemlich sehr. Aber wie alles, was man so mag, hat auch Yoga nicht immer nur gute Seiten. Ausserdem will ich mit dem Buch auch diejenigen ansprechen, die von Yoga total genervt sind. Denn die anderen muss ich ja auch nicht mehr von Yoga überzeugen ;-).

James Brown, ein sehr bekannter Yogalehrer, hat gerade den Artikel „The Colossal Failure of modern yoga“ veröffentlicht, in dem er darüber berichtet, wie schrecklich er plötzlich seinen Job fand. Yoga ging ihm also gehörig auf die Nerven, wenn man mal ehrlich ist. Beziehungsweise das, was Yoga heute ist. Ich bin also nicht die einzige Yogabegeisterte, die von Yoga genervt sein kann. Ich gebe es einfach nur zu.

Zu viel Ruhm 

Ich bin nicht grundsätzlich der Meinung, dass modernes Yoga schlecht ist. Was ist überhaupt auch modernes Yoga? Niemand von uns übt Yoga so, wie es in seinen Ursprüngen vor über 2000 Jahren betrieben wurde. Dann dürfte ich als Frau gar nicht über Yoga schreiben, geschweige denn, Yoga unterrichten. Demnach finde ich modernes Yoga ganz okay. Ziemlich gut sogar. Ich finde, dass fast jede heutige Form von Yoga seine Berechtigung hat. Modernes Yoga (und damit meine ich jetzt das Yoga, das auch in Fitness-Studios angeboten wird oder Aerial Yoga, Standup-Paddleboard-Yoga und was es sonst noch alles so gibt…) bringt viele Menschen dazu, sich überhaupt einmal zu bewegen.

Ich finde Yoga gut, auch wenn man nicht sein ganzes Leben der Philosophie verschreibt. Ich weiß nicht genau, was Brown so nervt, außer, dass es heutzutage viel zu viele Yogalehrer gibt – und da gebe ich ihm recht. Es gibt zu viele, die den Körper nicht kennen und nicht genau wissen, was sie eigentlich unterrichten. Und das ist auch ein Grund, warum Yoga ruhig als Arschloch bezeichnet werden darf. Yoga ist plötzlich sehr populär geworden und wie so viele, die unerwartet zu sehr viel Ruhm kamen, kann auch Yoga nicht immer so gut damit umgehen.

Mehr Arschlochbücher

Diese Woche hat eine Freundin von mir auf Facebook einen Artikel, den sie auf edition f gefunden hat und der den Titel „Deutschland, du brauchst mehr Arschlochfrauen“ trägt, geteilt. Super, ich freute mich. Das passte ja zur Buchveröffentlichung. Aber im nächsten Moment fand ich das gar nicht mehr. Denn ich bin nicht dafür, dass Menschen sich wie Arschlöcher verhalten. Im Gegenteil. Ein bisschen weniger Arschloch würde uns allen gut tun. Nur manchmal lässt es sich eben nicht vermeiden, Arschloch zu sein. Auch nicht für Yoga. Und das ist auch okay so.

Ich bitte Sie um eine Bewertung dieses Artikels

Bewertung 5 Sterne aus 1 Meinungen

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>