Vergesst das Nutella-Brötchen

Früher habe ich auch gedacht, dass zu einem Frühstück am Sonntagmorgen unbedingt das Nutella-Brötchen dazu gehört. Heute sehe ich das etwas anders und es würde mir nicht mal mehr der Gedanke an ein Nutella-Brötchen kommen, wenn es um das Thema Frühstück geht. Auf der Onlineplattform Stylonic.de ist dieser schöne Artikel zum Thema „Frühstück“ erschienen und ich durfte ein Rezept meiner liebsten Frühstücksvariationen preisgeben. Passend dazu möchte ich noch mal ein paar Anregungen geben, wie einfach es ist, sich ein leckeres, einzigartiges Müsli zuzubereiten. Ihr werdet merken, mit wenigen Tricks könnt Ihr Euer Frühstück so kreieren, dass es Euch Kraft und Energie für den ganzen Tag gibt und Müdigkeit plötzlich ein Fremdwort ist.

Ich persönlich mixe mir mein Müsli am liebsten selbst. Vollkorn-Haferflocken, Hirseflocken, getrocknete Mangostücke, getrocknete Cranberries, Rosinen, Kürbiskerne, Pekannüsse, nach belieben Dinkelflakes, gepopptes Amarant oder getrocknete Bananenscheiben – es gibt unzählige Möglichkeiten, das Müsli selbst aufzuwerten. Achtet bei Trockenobst einfach immer darauf, dass es nicht geschwefelt ist. Dann würze ich alles mit gemahlener Vanille. Dazu gibt es frische Himbeeren, Heidelbeeren, Blaubeeren, je nach Saison auch Erdbeeren. Sojajoghurt oder Reismilch und einen Schuss Leinöl dazu – fertig ist der perfekte Start in den Tag. Die Kombination Erdbeeren, Sojajoghurt – oder wenn möglich Mandel- oder Cashewjoghurt – mit gepopptem Amarant und gehackten Nüssen ist übrigens etwas wirklich Fantastisches. Leider habe ich in den USA noch kein gepopptes Amarant gefunden, aber in Deutschland gibt es das im Reformhaus zu kaufen.

Schokofans können ihr Müsli mit einem Teelöffel dunklem Biokakaopulver mischen. Kakaopulver enthält eine Vielzahl wertvoller Inhaltsstoffe. Verschiedene Versuche haben ergeben, dass beispielsweise der Wiederaufbau der Muskulatur durch Kakao unterstützt wird. Und: Kakao macht glücklich!

Himbeeren zählen zu meinen Lieblingsbeeren. Sie sind ein echtes Superfood, denn sie fangen freie Radikale, die beim Sport freigesetzt werden und die Zellgesundheit und Erholung behindern. Zu den berühmten Superfoods zählen auch Blaubeeren, die ich liebe und ich kann mich oft auch tagsüber nicht zurückhalten, davon zu naschen. Blaubeeren sind Vitamin C-reich und wie Himbeeren Fänger freier Radikale. So können sie der Hautalterung vorbeugen und wirken entzündungshemmend. Sie sollen das Immunsystem stabilisieren, das Krebsrisiko minimieren und schützend auf das Herz-Kreislauf-System wirken.

Im Herbst und Winter garniere ich mein Müsli häufig einfach mit Granatapfel – ja, das „Schälen“ dauert etwas länger aber es lohnt sich: Im Granatapfel steckt Ellagsäure, die Entzündungserscheinungen sowie Muskelkater mindert. Ausserdem soll Granatapfel ein Mittel gegen Krebs sein.

Ein tolles Frühstück, für das mich die Zeitschrift Aktiv life inspiriert hat, ist folgendes: Man braucht

  • 3 EL Köllnflocken
  • 1 EL Walnuss-Kerne
  • 2 EL Sesamsamen
  • 1-2 TL Akazienhonig
  • 200 g Sojajoghurt
  • 1 Banane
  • 1 Pfirsich
  • 1 Kiwi
  • 1 Apfel
  • 1 Orange
  • etwas Leinöl

Zuerst die Walnüsse hacken. Ich erhitze vegane Margarine gebe die gehackten Walnüsse und die Sesamsamen in die Pfanne bis sie goldgelb sind. Mit einem Teelöffel Honig – oder für die strengen Veganer – Agavendicksaft hinzugeben und mit erhitzen. Danach die Mischung auf einen Teller geben und abkühlen lassen. Das Obst schälen und in Stücke schneiden. Diese Mischung in Schalen füllen mit dem Joghurt mischen, Leinöl dazu geben und mit dem Obst garnieren. Zum Schluss die Knuspermischung drüberstreuen.

Walnüsse versorgen den Körper mit ungesättigten Fettsäuren, die wichtig für die Entwicklung des Gehirns sind. Außerdem beinhalten die Nüsse viele Vitamine und Spurenelemente.

Der absolute Knaller und mein aktueller Liebling unter den Müsli-Variationen ist zurzeit selbst gemachtes Zitronen-Blaubeeren-Müsli

Dazu braucht man

  • 150 g ungesüßte Corn Flakes
  • 150 g gepopptes Amarant
  • 170 g Haferflocken
  • 100 g getrocknete Blaubeeren
  • 50 g Hanfsamen
  • 1 Teelöffel Zimt

Und dann

  • 50 ml brauner Reissirup
  • 50 ml frischer, ausgepresster Saft einer Zitrone
  • 1 Teelöffel geschmolzenes Kokosnussöl
  • 1 Teelöffel Kokosblütenzucker

Den Backofen auf 130 Grad vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. In einer großen Schüssel die trockenen Zutaten miteinander mischen. In einer kleineren Schüssel die flüssigen Zutaten mit dem Kokosblütenzucker vermischen. Dann die flüssigen Zutaten zu den trockenen geben und vermischen. Alles gleichmäßig auf den beiden Backblechen verteilen. 45 Minuten backen, nicht vergessen, nach der Hälfte der Backzeit die beiden Bleche zu tauchen, also das untere Backblech nun auf die obere Schiene stellen und das obere auf die untere). Abkühlen lassen und in einem luftdichten Container aufbewahren. Vor dem Verzehr mit frischen Blaubeeren garnieren und Reismilch übergießen.

Etwas Exotischeres: Grüner Matcha Chia Pudding

  • 220 g Mandelmilch
  • 2 Teelöffel Agavensirup
  • gemahlene Vanille
  • 1 Teelöffel Matcha Teepulver
  • 6 Teelöffel Chiasamen
  • 120 g Blaubeeren
  • 120 g Himbeeren

Milch, Sirup, gemahlene Vanille und Matcha im Mixer mischen und pürieren. Die Flüssigkeit über die Chiasamen geben und durchrühren. Etwas gehen lassen und für die nächsten 15 Minuten alle paar Minuten umrühren. Danach mindestens alles eine Stunde in den Kühlschrank, am besten aber über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen. Vor dem Verzehr noch einmal umrühren und mit frischen Beeren garnieren. Fertig ist der Chia-Pudding. Und? Nutella vermisst? Nö. Oder?

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich bitte Sie um eine Bewertung dieses Artikels

Bewertung 5 Sterne aus 3 Meinungen

1 Comment On This Topic
  1. Juliane
    on Feb 20th at 2:10 pm

    Vielen Dank für die tollen Rezepte! Das klingt alles wahnsinnig lecker :)


Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>